Historie

Industriedienstleister aus Tradition –
die Geschichte der HPI AG

Alles beginnt 1863:
Auf einer Grünfläche westlich von Frankfurt nimmt die Chemische Fabrik Meister Lucius & Co. mit 5 Arbeitern die Produktion auf. Zwei Produkte sind es, die den sagenhaften Aufstieg des Unternehmens begründen sollen: der Farbstoff Fuchsin und Aldehydgrün. Grundstein für einen der größten Chemie- und Pharmakonzerne der Welt – die Hoechst AG.

1998: Geburtsstunde der HPI
1998 führt die dramatische Neuordnung des Konzern zur Gründung der Hoechst Procurement International – kurz HPI genannt. Die HPI positioniert sich erstmals als eigenständiges Kompetenzzentrum für strategische Beschaffung und Outsourcing von Einkaufsdienstleistungen.

2000-2010: Von München hinaus in die Welt
Nach der Zerschlagung der Hoechst AG geht die HPI zunächst an ein Joint Venture der Anderson Consulting mit Sun Microsystems über, um 2 Jahre später von der Internet Capital Group und im Jahre 2006 von der Eprolog AG übernommen zu werden. 2010 schließlich kommt es zur Fusion mit dem 1976 gegründeten Münchner Chip Broker ce Consumer und zum Börsengang. Von nun an werden aus der bayerischen Landeshauptstadt die Fäden der frisch formierten HPI AG gezogen.

2010-2013: Dynamische Beteiligungen für den Erfolg
Bis 2013 folgen strategisch bedeutende Beteiligungen der HPI AG u.a. an der Azego Components AG, an der 3KV GmbH, der Mannesmannröhren Logistic (MRL) sowie der TND AG und der REW Technology AG. Denn um die Zukunft eines Unternehmens erfolgreich zu gestalten, braucht es mehr als eine lange Tradition. Es braucht die Kreativität und den fortwährenden Einsatz von Menschen. Dann geht der Weg weiter und führt von der Gegenwart geradewegs in die Zukunft.

2013-2015: Restrukturierung der HPI AG
HPI AG wuchs seit 2009 sowohl organisch als auch über eine M&A-Strategie von 15 Mio Euro Umsatz auf über 115 Mio Euro in 2012, eine  Versiebenfachung des Umsatzes. Neue Firmenbeteiligungen wurden hauptsächlich über Unternehmens- und Wandelanleihen finanzert, mit teilweise hohen Zinssätzen. Bei den Beteiligungen waren die Ergebnisse teilweise unter Plan, auch durch ausserordentliche Effekte. Zudem mussten neue Software-Betriebssysteme eingeführt werden, im Industriebereich ein viermal größeres Logistik-Center (11.000 Quadratmeter) als das bisherige, aufgebaut werden, was zu erheblichen Kosten führte. Somit mußte die Gesellschaft ab 2013 erhebliche Restrukturierungsmassnahmen einleiten, denn die Einnahmen passten nicht zu den hohen Fremdkapitalkosten. Die Holdingkosten wurden drastisch reduziert, unrentable Beteiligungen verkauft (Azego Components AG, REW Technologie GmbH, VCE Virtualchip Exchange, ce Global Sourcing GmbH).Die Passivseite der Bilanz der HPI AG wurde saniert durch eine Wandlung größerer Anleihen von einer Fremdkapitalanleihe in eine Eigenkapitalanleihe, bei deutlich reduziertem Zinssatz, zudem endfällige Zinsen. Über eine Gläubigerversammlung am 25.2.2015 gab es hierzu eine Mehrheitszustimmung von über 90% der Gläubiger. Zudem konnte die Gesellschaft einen strategischen Investor gewinnen, der in einer Kapitalerhöhung 4 Mio Euro neues Kapital investiert und damit zum größten Aktionär der Gesellschaft wird. Der Vorstand wurde ergänzt um Axel Hamann, der über grosse Erfahrung im Beteiligungsmanagement, Restrukturierung und Post Merger Integration verfügt. A. Hamann wird gleichzeitig Geschäftsführer der 3KV GmbH. Die HPI AG basiert nun auf zwei Bereiche, einmal der IT-Bereich mit der 3kv GmbH (ca.. 72 Mio Euro Umsatz p.a.) und dem Industriebereich mit der MRL Mannesmannröhrenl Logistic GmbH und der HPI Hoechst Procurement GmbH (zusammen ca. 26 Mio Euro Umsatz p.a.) – insgesamt also ca. 98 Mio Euro Gruppenumsatz. HPI hat im Fünfjahres-Business-Plan neue Ziele,organisch und anorganisch definiert, die in Richtung der 200 Mio Euro Umsatzmarke in 2019 gehen, nachhaltig profitabel.